Die passende Kredit­karte für Ihre Bedürfnisse

Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Die Unterschiede bei Jahresgebühr, Zinsen, Zusatzleistungen und Rückzahlungsoptionen sind erheblich. Eine kostenlose Karte ohne Extras kann für den einen genau richtig sein, während jemand anderes von einer Premium-Karte mit Reiseversicherung und Bonusprogramm deutlich mehr profitiert. Entscheidend ist, dass die Karte zu Ihrem Nutzungsverhalten passt. Wir helfen Ihnen, die Angebote zu vergleichen und die Kreditkarte zu finden, die wirklich zu Ihnen passt.

Worauf Sie bei der Wahl achten sollten

Jahres­gebühr und Kosten

Manche Kreditkarten sind dauerhaft kostenlos, andere kosten 30 bis über 100 € im Jahr. Eine höhere Jahresgebühr lohnt sich nur, wenn Sie die enthaltenen Zusatzleistungen tatsächlich nutzen. Achten Sie außerdem auf Gebühren für Bargeldabhebungen und Fremdwährungseinsätze.

Rückzahlung und Zinsen

Bei der Rückzahlung gibt es verschiedene Modelle: monatlicher Gesamteinzug per Lastschrift, Teilzahlung in Raten oder manueller Ausgleich. Der monatliche Komplett-Einzug ist die einfachste und günstigste Variante, da keine Zinsen anfallen. Bei Teilzahlung können die Zinssätze je nach Anbieter deutlich variieren.

Zusatz­leistungen

Viele Kreditkarten bieten Extras wie Reiserücktrittsversicherung, Mietwagenversicherung, Tankrabatte oder Cashback-Programme. Manche Karten sammeln Punkte oder Meilen, die Sie gegen Prämien einlösen können. Ob sich das rechnet, hängt von Ihrem individuellen Nutzungsverhalten ab.

Kredit­karten­typen im Vergleich

Klassische Kredit­karte (Charge)

Bei der Charge-Karte werden alle Umsätze gesammelt und einmal im Monat vom Girokonto abgebucht. Sie erhalten also ein zinsfreies Zahlungsziel von bis zu vier Wochen. Die Charge-Karte ist das in Deutschland am weitesten verbreitete Modell und eignet sich für alle, die ihre Ausgaben übersichtlich halten möchten.

Revolving-Kredit­karte

Die Revolving-Karte bietet die Möglichkeit, offene Beträge in monatlichen Raten zurückzuzahlen. Das kann bei größeren Anschaffungen praktisch sein, ist aber mit Vorsicht zu genießen: Die Zinsen für die Ratenzahlung sind oft vergleichsweise hoch. Idealerweise sollten Sie den Gesamtbetrag monatlich ausgleichen, um Zinskosten zu vermeiden.

Debit-Kredit­karte

Bei einer Debit-Kreditkarte wird jeder Umsatz sofort oder innerhalb weniger Tage vom Girokonto abgebucht, ähnlich wie bei einer EC-Karte. Ein Kreditrahmen wird nicht eingeräumt. Debit-Karten sind häufig kostenlos und eignen sich für alle, die volle Kostenkontrolle behalten möchten. Einschränkungen gibt es gelegentlich bei Mietwagenbuchungen oder Hotelreservierungen.

Prepaid-Kredit­karte

Die Prepaid-Kreditkarte funktioniert auf Guthabenbasis: Sie laden einen Betrag auf die Karte und können nur über dieses Guthaben verfügen. Das macht sie besonders sicher, da kein Kreditrahmen überzogen werden kann. Prepaid-Karten eignen sich gut für Jugendliche, Reisende oder als Zweitkarte für Online-Einkäufe.

Ihre Vorteile mit einer Kredit­karte

Weltweit bezahlen

Mit einer Kreditkarte von Visa oder Mastercard bezahlen Sie in Millionen von Geschäften und Online-Shops weltweit. Im Ausland ist die Kreditkarte oft das einzige akzeptierte Zahlungsmittel, zum Beispiel bei Mietwagenbuchungen oder Hotelreservierungen.

Sicher online einkaufen

Moderne Kreditkarten sind mit Sicherheitsverfahren wie 3D Secure geschützt. Bei unberechtigten Abbuchungen greifen die Haftungsregeln des Kartenanbieters. In vielen Fällen erhalten Sie Ihr Geld bei Betrug oder nicht gelieferter Ware über das Chargeback-Verfahren zurück.

Kontaktlos und mobil

Nahezu alle aktuellen Kreditkarten unterstützen kontaktloses Bezahlen per NFC. Zusätzlich lässt sich die Karte in Apple Pay, Google Pay oder andere mobile Wallets einbinden. So können Sie bequem mit dem Smartphone oder der Smartwatch bezahlen.

Häufige Fragen zur Kredit­karte

Das hängt vom Anbieter und Kartentyp ab. Einfache Karten sind häufig kostenlos oder an ein bestimmtes Girokonto gebunden. Premium-Karten mit Zusatzleistungen wie Reiseversicherung oder Lounge-Zugang kosten zwischen 50 und über 100 € pro Jahr. Dazu kommen mögliche Gebühren für Bargeldabhebungen und Fremdwährungszahlungen.

Bei einer echten Kreditkarte (Charge oder Revolving) werden die Umsätze gesammelt und erst am Monatsende oder in Raten abgebucht. Sie erhalten also ein kurzfristiges Zahlungsziel. Bei einer Debit-Karte wird jeder Umsatz sofort vom Girokonto abgebucht. Funktional sind beide Karten bei den meisten Händlern gleichwertig einsetzbar. Bei Mietwagenbuchungen oder Hotels wird allerdings manchmal eine echte Kreditkarte verlangt.

Moderne Kreditkarten sind durch mehrere Sicherheitsmechanismen geschützt: den EMV-Chip, 3D Secure für Online-Zahlungen und die Möglichkeit, die Karte bei Verlust sofort sperren zu lassen. Bei unberechtigten Abbuchungen haften Sie in der Regel mit maximal 50 €, sofern Sie den Verlust rechtzeitig melden. Viele Banken verzichten sogar komplett auf eine Selbstbeteiligung.

Das kommt auf die Karte an. Innerhalb der Euro-Zone fallen bei den meisten Karten keine zusätzlichen Gebühren an. Außerhalb des Euro-Raums berechnen viele Anbieter eine Fremdwährungsgebühr von 1,5 bis 2 % des Umsatzes. Einige Karten, insbesondere Reise-Kreditkarten, verzichten auf diese Gebühr. Wer häufig außerhalb Europas unterwegs ist, sollte gezielt darauf achten.

Für echte Kreditkarten mit Kreditrahmen prüfen die Anbieter in der Regel Ihre Bonität, zum Beispiel über die Schufa. Wird der Antrag abgelehnt, sind Debit-Kreditkarten oder Prepaid-Karten eine gute Alternative. Diese funktionieren ohne Kreditrahmen und setzen daher keine Bonitätsprüfung voraus. Auch damit können Sie weltweit bezahlen und online einkaufen.