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Versicherungen

Zahn­zusatz­ver­sicherung

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt bei Zahnersatz, Inlays oder professioneller Reinigung nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten. Den Rest tragen Sie selbst. Eine Zahnzusatzversicherung schließt diese Lücke und sorgt dafür, dass Sie bei Krone, Implantat oder Kieferorthopädie nicht plötzlich vor einer vierstelligen Rechnung stehen. Als Mehrfachagentur vergleichen wir für Sie die Tarife mehrerer Gesellschaften und finden den passenden Schutz.

LEISTUNGSBEREICHE

Was eine gute Zahn­zusatz­ver­sicherung abdeckt

Je nach Tarif unterscheiden sich die Leistungen einer Zahnzusatzversicherung deutlich. Die wichtigsten Bausteine, auf die es bei einem soliden Schutz ankommt, sind diese:

Zahnersatz

Kronen, Brücken, Prothesen und Implantate sind die größten Kostenfallen. Gute Tarife erstatten zusammen mit dem Kassenanteil bis zu 100 Prozent der Rechnung, statt der üblichen 60 Prozent Festzuschuss.

Hochwertige Füllungen und Inlays

Keramik- und Kunststofffüllungen sowie Gold- oder Keramik-Inlays gelten als Privatleistung. Die Kasse zahlt nur den Festzuschuss für eine einfache Füllung, der Rest bleibt beim Patienten hängen.

Prophylaxe und PZR

Die professionelle Zahnreinigung kostet pro Sitzung 80 bis 120 Euro und wird von den meisten Kassen nicht oder nur als Bonus erstattet. Zahnzusatztarife übernehmen sie ein- bis zweimal pro Jahr.

Kieferorthopädie

Für Kinder zahlt die Kasse nur in den schwereren KIG-Stufen 3 bis 5. Bei leichteren Fehlstellungen oder bei Erwachsenen tragen Sie alles selbst. Spezielle KFO-Bausteine fangen das ab.

Wurzel- und Parodontosebehandlung

Moderne Verfahren wie maschinelle Wurzelbehandlung oder Lasertherapie bei Parodontose sind häufig keine Kassenleistung, obwohl sie Zähne nachweislich länger erhalten.

Ihr persönlicher Tarif

Welcher Tarif zu Ihrem Alter, Zahnzustand und Budget passt, klären wir gemeinsam in einem unverbindlichen Gespräch. Wir vergleichen für Sie die Tarife mehrerer Gesellschaften.

FÜR WEN SINNVOLL

Wann sich eine Zahn­zusatz­ver­sicherung lohnt

Grundsätzlich für jeden gesetzlich Versicherten, der nicht im Schadensfall plötzlich tausende Euro auf den Tisch legen will. Besonders deutlich wird der Nutzen aber in diesen vier Lebensphasen:

Junge Erwachsene

Wer früh abschließt, zahlt geringe Beiträge und sichert sich die volle Leistung, bevor die ersten teuren Behandlungen anstehen. Ab 20 sind gute Tarife oft im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat zu haben.

Berufstätige ab 35

In diesem Alter werden erste Kronen, Wurzelbehandlungen oder Inlays fällig. Wer jetzt abschließt, profitiert noch von moderaten Beiträgen und der vollen Erstattung nach Ablauf der Staffelung.

Selbstständige

Wer sich um die eigene Vorsorge kümmern muss, weiß: Eine längere Behandlungspause durch Zahnschmerzen kostet doppelt. Verlorene Arbeitstage plus Eigenanteile. Ein guter Schutz federt zumindest die zweite Seite ab.

Senioren

Auch im höheren Alter kann sich der Abschluss lohnen, gerade wenn größerer Zahnersatz absehbar ist. Spezielle Senioren-Tarife verzichten auf Altersgrenzen und leisten ohne lange Wartezeit.

AUS DER PRAXIS

Schadenbeispiele

Die folgenden Beispiele zeigen, wie groß die Lücke zwischen Festzuschuss der Kasse und tatsächlicher Rechnung ausfällt. Die Werte sind typische Richtwerte für durchschnittliche Behandlungen in Deutschland. Der konkrete Eigenanteil hängt vom Befund, vom Material, vom Bonusheft und vom Zahnarzt ab und kann abweichen.

VOLLKERAMIKKRONE

bis 750 €

Eigenanteil bei einer Krone

Eine hochwertige Vollkeramikkrone kostet je nach Zahnposition 800 bis 1.000 Euro. Der Festzuschuss der Kasse liegt bei rund 240 Euro, mit Bonusheft etwas höher. Je nach Material und Bonusheft bleibt ein Eigenanteil von 400 bis 750 Euro, den der Patient selbst trägt.

ZAHNIMPLANTAT

bis 2.500 €

Eigenanteil bei einem Implantat

Ein Einzelimplantat mit Krone kostet 2.100 bis 3.400 Euro. Die Kasse zahlt nur den Festzuschuss für die einfache Brücke als Regelversorgung. Selbst mit vollem Bonusheft bleiben rund 2.300 bis 2.500 Euro Eigenanteil.

KIEFERORTHOPÄDIE

bis 6.000 €

Zahnspange für Ihr Kind

Bei leichten Fehlstellungen unterhalb von KIG-Stufe 3 zahlt die Kasse nichts. Eine moderne festsitzende Zahnspange oder unsichtbare Aligner-Behandlung kostet schnell 3.000 bis 6.000 Euro. Komplett aus eigener Tasche.

PROPHYLAXE PRO JAHR

bis 240 €

Professionelle Zahnreinigung

Zwei PZR-Sitzungen pro Jahr summieren sich auf 160 bis 240 Euro. Viele Kassen geben einen Bonus von 30 bis 60 Euro dazu, der Rest läuft als Eigenleistung. Über zehn Jahre summiert sich das auf rund 1.600 bis 2.000 Euro.

Stand 2026. Alle Angaben sind unverbindliche Richtwerte auf Basis öffentlich zugänglicher Daten (u. a. KZBV, Verbraucherzentrale, Finanztest). Maßgeblich für Ihren konkreten Eigenanteil sind der Heil- und Kostenplan Ihres Zahnarztes sowie die Versicherungsbedingungen des gewählten Tarifs.

VERGLEICHSKRITERIEN

Worauf es beim Tarif­vergleich wirklich ankommt

Zahnzusatztarife sehen auf den ersten Blick oft ähnlich aus. Die entscheidenden Unterschiede stecken aber im Kleingedruckten. Diese sieben Punkte sollten Sie vor jedem Abschluss prüfen:

01

Erstattungssatz für Zahnersatz

Die Spanne reicht von 50 bis 100 Prozent. Ein 100-Prozent-Tarif klingt teuer, rechnet sich bei einem einzigen Implantat aber meist sofort.

02

Zahnstaffel in den ersten Jahren

Fast alle Tarife begrenzen die jährliche Erstattung in den ersten drei bis fünf Jahren. Zum Beispiel 1.000 Euro im ersten Jahr, 2.000 im zweiten.

03

Wartezeit oder Sofortleistung

Die meisten Tarife haben eine Wartezeit von acht Monaten. Es gibt aber auch Varianten, die sofort leisten, dafür meist mit etwas höherem Beitrag.

04

Begrenzung bei Implantaten

Manche Tarife deckeln die Anzahl der erstatteten Implantate pro Jahr. Wer mehrere Zähne ersetzen muss, stößt da schnell an Grenzen.

05

Material- und Laborkosten

Einige Anbieter rechnen nur nach einer eigenen Sachkostenliste ab. Liegen die Laborkosten Ihres Zahnarztes darüber, bleiben Sie auf der Differenz sitzen.

06

Altersrückstellungen

Tarife mit Altersrückstellungen bleiben im Alter stabil, sind anfangs teurer. Tarife ohne sind günstig, werden später aber oft deutlich teurer.

07

Leistungen für laufende Behandlungen

Hat Ihr Zahnarzt bereits eine Behandlung angekündigt oder einen Heil- und Kostenplan erstellt, ist diese in der Regel ausgeschlossen. Hier hilft nur, vorher abzuschließen.

BEGRIFFE ERKLÄRT

Warte­zeit, Zahn­staffel, Summen­grenze

Drei Begriffe, an denen viele Interessenten beim Tarifvergleich scheitern. Hier kurz und ohne Versicherungsdeutsch erklärt:

Wartezeit

Der Zeitraum nach Vertragsbeginn, in dem die Versicherung noch nicht leistet. Bei Zahnzusatztarifen meist acht Monate. Es gibt aber Tarife, die ab dem ersten Tag leisten. Sie sind etwas teurer, lohnen sich aber, wenn bereits ein konkreter Behandlungsbedarf absehbar ist.

Zahnstaffel

Auch nach Ablauf der Wartezeit ist die jährliche Erstattung in den ersten Jahren nach oben begrenzt. Ein typisches Muster: 1.000 Euro im ersten Jahr, 2.000 im zweiten, 3.000 im dritten, danach unbegrenzt. Bei akuten Schäden hebeln viele Tarife diese Staffel aus.

Summenbegrenzung

Manche Tarife setzen zusätzlich eine absolute Obergrenze pro Behandlungsfall. Vor allem bei Implantaten wichtig. Achten Sie auf Formulierungen wie „maximal 1.000 Euro je Implantat“ oder „maximal zwei Implantate pro Jahr“. Bei guten Tarifen gibt es diese Deckel nicht.

GUT ZU WISSEN

Häufige Irrtümer zur Zahn­zusatz­ver­sicherung

Rund um Zahnzusatztarife halten sich ein paar hartnäckige Annahmen, die im Schadensfall teuer werden können. Die wichtigsten Missverständnisse im Überblick:

„Die Kasse zahlt schon das Wichtigste“

Bei Zahnersatz übernimmt die gesetzliche Krankenkasse nur den Festzuschuss zur Regelversorgung. Das sind in der Praxis selten mehr als 30 bis 50 Prozent der echten Rechnung. Den Rest zahlen Sie.

„Wenn schon Zähne fehlen, geht nichts mehr“

Stimmt nur teilweise. Für Zähne, die bereits fehlen oder zur Behandlung anstehen, leistet die Versicherung nicht rückwirkend. Für alle anderen Zähne können Sie aber weiterhin sehr wohl Schutz aufbauen.

„Der Testsieger ist automatisch der beste Tarif für mich“

Testsieger-Tarife sind selten falsch, aber sie sind nicht für jede Lebenslage optimal. Wer mit kleinem Budget einsteigt oder schon konkret eine Behandlung plant, fährt mit einem anderen Tarif manchmal besser. Entscheidend ist immer der Einzelfall.

„Im Alter zahlt sich das nicht mehr aus“

Auch jenseits der 60 kann sich der Abschluss rechnen. Ein einziges Implantat kann den Beitrag mehrerer Jahre wieder einspielen. Entscheidend ist, wie der Tarif kalkuliert ist und ob Altersrückstellungen gebildet werden.

FAMILIE

Zahn­zusatz­ver­sicherung für Kinder

Bei Kindern lohnt sich der Abschluss besonders früh, oft mehr als bei Erwachsenen. Der Grund liegt in der Kieferorthopädie, die zur größten Kostenfalle der gesamten Zahnmedizin werden kann.

Das Problem mit der KIG-Einstufung

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt eine kieferorthopädische Behandlung nur ab der Kieferorthopädischen Indikationsgruppe (KIG) 3. Bei den leichteren Stufen 1 und 2, in die etwa die Hälfte aller Fälle fällt, übernimmt die Kasse keinen Cent. Eine moderne festsitzende Spange oder Aligner-Behandlung kostet dann 3.000 bis 6.000 Euro, voll aus eigener Tasche.

Frühzeitig abschließen lohnt doppelt

Eine Zahnzusatzversicherung für KFO sollten Sie idealerweise abschließen, bevor der Zahnarzt eine Empfehlung ausspricht oder eine Untersuchung beim Kieferorthopäden stattgefunden hat. Sobald ein Behandlungsbedarf dokumentiert ist, gilt er als bekannt und die Versicherung leistet dafür nicht mehr. Faustregel: Spätestens mit dem Wechsel zur ersten Klasse, besser noch früher.

Was ein guter Kindertarif leistet

Neben der KFO sollte ein Tarif auch Versiegelungen der Backenzähne, hochwertige Füllungen und die professionelle Zahnreinigung abdecken. Kindertarife sind deutlich günstiger als Tarife für Erwachsene, die konkreten Beiträge hängen vom Leistungsumfang ab.

UNSERE EMPFEHLUNG

Testsieger-Tarif ZahnGesund vom Münchener Verein

Als Mehrfachagentur arbeiten wir mit mehreren Gesellschaften zusammen. Eine, die uns im Bereich Zahnzusatz immer wieder durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt, ist der Münchener Verein. Der Tarif ZahnGesund100 wurde in Finanztest 07/2025 mit der Bestnote 0,5 als Testsieger ausgezeichnet, und das nicht zum ersten Mal. Auch die kleineren Bausteine ZahnGesund85+ und ZahnGesund75+ schneiden mit Noten von 1,2 und 1,8 jeweils „sehr gut“ ab.

Highlights des Tarifs

Auch für Wechsler interessant

Wer schon eine Zahnzusatzversicherung hat, muss nicht ein Leben lang dabei bleiben. Gerade die Anrechnung der Vorversicherungszeit macht ZahnGesund auch für Wechsler attraktiv: Die Wartezeit beim neuen Vertrag entfällt ganz oder teilweise, je nachdem wie lange der alte Vertrag schon lief. Wichtig dabei: Den alten Vertrag erst kündigen, wenn der neue rechtsgültig zustande gekommen ist. Sonst entsteht eine Lücke. Bringen Sie Ihre aktuellen Vertragsunterlagen einfach mit zur Beratung, dann prüfen wir gemeinsam, ob sich ein Wechsel rechnet.

Ob ZahnGesund100 für Sie der richtige Tarif ist oder ob ein anderer Anbieter besser passt, klären wir im persönlichen Gespräch. Wir vergleichen für Sie und empfehlen, was zu Ihrer Situation passt.

HÄUFIGE FRAGEN

Häufige Fragen zur Zahn­zusatz­ver­sicherung

Die häufigsten Fragen rund um die Zahnzusatzversicherung kurz und verständlich beantwortet:

Ab wann sollte ich eine Zahnzusatzversicherung abschließen?

Je früher, desto besser. Jung und mit gesunden Zähnen sind die Beiträge niedrig und Sie haben keine Vorerkrankungen, die zu Ausschlüssen führen. Wer wartet, bis die erste Krone ansteht, zahlt entweder höhere Beiträge oder bekommt für den betroffenen Zahn keine Leistung mehr.

Ja. Mehrere Gesellschaften bieten Tarife, die ab dem ersten Vertragstag leisten. Bei den meisten Anbietern gilt allerdings in den ersten drei bis vier Jahren eine Erstattungsstaffel, die Höchstbeträge pro Jahr begrenzt.

Der Beitrag hängt vom Eintrittsalter, dem gewählten Leistungsumfang und dem Tarifmodell ab. Für junge Erwachsene liegen gute Tarife im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat, mit zunehmendem Alter steigen die Beiträge. Kindertarife sind deutlich günstiger. Konkrete Zahlen rechnen wir gerne individuell für Ihre Situation.

Sie reichen die Zahnarztrechnung bei der Versicherung ein, je nach Tarif zusammen mit dem Heil- und Kostenplan. Die Versicherung erstattet den vereinbarten Anteil direkt auf Ihr Konto. Der Kassenanteil läuft separat über die gesetzliche Krankenkasse.

Bei den meisten Tarifen ja, wenn auch oft in vereinfachter Form. Bestehende Behandlungsbedarfe und fehlende Zähne werden abgefragt und können zu Ausschlüssen führen. Es gibt aber auch Tarife mit Sofortleistung ohne Gesundheitsprüfung, die dafür teurer sind.

Lassen Sie sich persönlich beraten

Ob telefonisch, per WhatsApp oder vor Ort in Homburg: Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.

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Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Maßgeblich für den Versicherungsschutz sind ausschließlich die Bedingungen des jeweiligen Versicherers. Stand: April 2026.