Firmen­rechts­schutz­versicherung

Rechts­schutz für Ihr Unternehmen

Rechtliche Auseinandersetzungen können jedes Unternehmen treffen, ob Streit mit einem Lieferanten, Kündigungsschutzklagen von Mitarbeitern oder Auseinandersetzungen mit Behörden. Die Kosten für Anwälte, Gerichte und Gutachter summieren sich dabei schnell auf fünfstellige Beträge. Eine Firmenrechtsschutzversicherung übernimmt diese Kosten und gibt Ihnen die Sicherheit, Ihre Rechte durchzusetzen, ohne das finanzielle Risiko eines Prozesses fürchten zu müssen. So können Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren, während Ihre Rechtsinteressen professionell vertreten werden.

Die wichtigsten Rechts­schutz­bausteine für Firmen

Arbeits­rechts­schutz

Kündigungsschutzklagen, Abmahnungen, Streitigkeiten um Arbeitszeugnisse oder Gehaltsansprüche: Als Arbeitgeber sind Sie häufig mit arbeitsrechtlichen Konflikten konfrontiert. Der Arbeitsrechtsschutz übernimmt die Kosten für Anwalt und Gericht und sichert Sie gegen das finanzielle Risiko solcher Verfahren ab.

Vertrags­rechts­schutz

Streitigkeiten aus Verträgen mit Kunden, Lieferanten oder Dienstleistern gehören zum Geschäftsalltag. Ob es um nicht gezahlte Rechnungen, mangelhafte Lieferungen oder strittige Vertragsbedingungen geht: Der Vertragsrechtsschutz übernimmt die Kosten für die gerichtliche und außergerichtliche Durchsetzung Ihrer Ansprüche.

Steuer­rechts­schutz

Konflikte mit dem Finanzamt können jedes Unternehmen treffen, etwa bei Betriebsprüfungen, strittigen Steuerbescheiden oder Einspruchsverfahren. Der Steuerrechtsschutz übernimmt die Kosten für das Verfahren vor dem Finanzgericht und gibt Ihnen die Möglichkeit, sich gegen fehlerhafte Bescheide zur Wehr zu setzen.

Weitere Rechts­schutz­bereiche im Detail

Verkehrs­rechtsschutz für Firmen­fahrzeuge

Wenn Firmenfahrzeuge in Unfälle verwickelt werden oder es Streitigkeiten um Schadenersatz, Bußgeldbescheide oder Fahrverbote gibt, übernimmt der Verkehrsrechtsschutz die Kosten. Dieser Baustein lässt sich auf alle im Unternehmen genutzten Fahrzeuge ausdehnen, auch auf Fahrzeuge von Mitarbeitern, die dienstlich unterwegs sind.

Straf­rechtsschutz

Wird gegen Sie oder einen Mitarbeiter ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet, etwa wegen des Vorwurfs einer fahrlässigen Körperverletzung, eines Umweltvergehens oder einer Ordnungswidrigkeit, übernimmt der Strafrechtsschutz die Verteidigungskosten. Gerade bei Vorwürfen im betrieblichen Kontext können die Kosten für eine angemessene Verteidigung erheblich sein.

Schadenersatz­rechtsschutz

Wenn Sie von Dritten zu Unrecht auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden, übernimmt dieser Baustein die Kosten für die Abwehr unberechtigter Forderungen. Er ergänzt die Betriebshaftpflichtversicherung, die zwar berechtigte Ansprüche reguliert, aber bei strittigen Fällen nicht immer die Prozesskosten für eine aktive Rechtsverteidigung übernimmt.

Daten­rechtsschutz

Streitigkeiten rund um Datenschutz und DSGVO nehmen zu. Ob Abmahnungen wegen fehlerhafter Datenschutzerklärungen, Bußgeldverfahren durch Aufsichtsbehörden oder Konflikte mit Kunden über die Datenverarbeitung: Der Datenrechtsschutz hilft, die Kosten für die rechtliche Auseinandersetzung zu tragen und Ihre Position zu verteidigen.

Warum Firmen­rechtsschutz unverzichtbar ist

Kosten­kontrolle

Schon ein einzelner Rechtsstreit kann schnell 10.000 € oder mehr kosten, bei komplexen Verfahren über mehrere Instanzen auch deutlich darüber. Die Firmenrechtsschutzversicherung macht diese Kosten kalkulierbar und verhindert, dass ein Prozess Ihr Unternehmen finanziell belastet.

Recht durch­setzen auf Augenhöhe

Ohne Rechtsschutz scheuen viele Unternehmer die Kosten eines Gerichtsverfahrens und nehmen ungerechtfertigte Forderungen lieber hin. Mit einer Firmenrechtsschutzversicherung können Sie Ihre Ansprüche konsequent durchsetzen, ohne sich um das Prozesskostenrisiko sorgen zu müssen.

Telefonische Rechts­beratung

Viele Rechtsschutzversicherer bieten eine telefonische Rechtsberatung durch spezialisierte Anwälte an, oft rund um die Uhr. So können Sie sich im Tagesgeschäft schnell eine Ersteinschätzung holen, bevor aus einem kleinen Problem ein teurer Rechtsstreit wird.

Häufige Fragen zur Firmen­rechts­schutz­versicherung

Der private Rechtsschutz deckt persönliche Rechtsstreitigkeiten ab, etwa Mietrecht oder Verkehrsrecht als Privatperson. Der Firmenrechtsschutz schützt dagegen das Unternehmen in seiner Rolle als Arbeitgeber, Vertragspartner und Steuerpflichtiger. Gewerbliche Streitigkeiten, arbeitsrechtliche Konflikte mit Mitarbeitern und steuerrechtliche Verfahren sind über den privaten Rechtsschutz nicht abgedeckt.

Ja, bei den meisten Rechtsschutzversicherungen gilt eine Wartezeit von drei Monaten nach Vertragsbeginn. Für Rechtsfälle, deren Ursache in diese Wartezeit fällt, besteht noch kein Versicherungsschutz. Ausnahme: Der Schadenersatzrechtsschutz und der Strafrechtsschutz gelten bei vielen Anbietern ab Vertragsbeginn ohne Wartezeit.

Grundsätzlich ja. Bei einem Gerichtsverfahren haben Sie immer das Recht, sich einen Anwalt Ihrer Wahl auszusuchen. Viele Versicherer bieten zusätzlich ein Anwaltsnetzwerk mit spezialisierten Juristen an, die sich im jeweiligen Rechtsgebiet besonders gut auskennen. Für eine erste Einschätzung steht bei den meisten Tarifen eine telefonische Rechtsberatung zur Verfügung.

Nein, bereits laufende oder bei Vertragsabschluss absehbare Rechtsstreitigkeiten sind nicht versicherbar. Der Versicherungsschutz gilt ausschließlich für Rechtsfälle, deren Ursache nach Vertragsbeginn und nach Ablauf der Wartezeit liegt. Daher ist es sinnvoll, den Rechtsschutz frühzeitig abzuschließen und nicht erst dann, wenn ein Konflikt bereits absehbar ist.

Die Beitragshöhe hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Branche, der Anzahl der Mitarbeiter, den gewählten Rechtsschutzbausteinen und der vereinbarten Deckungssumme. Für kleine Betriebe beginnen die Beiträge oft schon bei wenigen Hundert Euro pro Jahr. Im Verhältnis zu den möglichen Kosten eines einzigen Rechtsstreits ist die Versicherung in den meisten Fällen eine lohnende Investition.