Versicherungen

Wohn­gebäude­ver­sicherung

Ihr Haus ist oft die größte Investition Ihres Lebens. Ein Sturm, ein Rohrbruch oder ein Brand kann innerhalb von Stunden Schäden verursachen, die ohne Versicherungsschutz schnell existenzbedrohend werden. Die Wohngebäudeversicherung schützt die Bausubstanz Ihres Eigenheims gegen genau diese Risiken.

LEISTUNGSBEREICHE

Was die Wohn­gebäude­ver­sicherung abdeckt

Je nach Tarif lassen sich verschiedene Bausteine kombinieren. Die wichtigsten Risiken im Überblick.

Feuer

Schäden durch Brand, Blitzschlag oder Explosion. Je nach Tarif sind auch Überspannungsschäden infolge eines Blitzes abgedeckt. Die Feuerversicherung bildet den Kern jeder Wohngebäudeversicherung.

Leitungswasser

Schäden durch bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser, zum Beispiel bei einem Rohrbruch. Viele Tarife decken auch Bruch- und Frostschäden an Rohrleitungen ab.

Sturm und Hagel

Unmittelbare Schäden an Ihrem Gebäude durch Sturm oder Hagel. In der Regel greift der Schutz ab Windstärke 8. Einige Gesellschaften verzichten auf diese Grenze.

Elementarschäden

Starkregen, Überschwemmung, Erdrutsch, Schneedruck oder Rückstau: Die Elementarschadenversicherung deckt Naturgefahren ab, die über Sturm und Hagel hinausgehen.

Grobe Fahrlässigkeit

Eine vergessene Kerze, ein offenes Fenster bei Sturm: Kleine Unachtsamkeiten können große Schäden verursachen. Gute Tarife verzichten auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit und zahlen trotzdem.

Unbenannte Gefahren

Dieser Baustein schließt alle Gefahren ein, die nicht explizit in den Bedingungen ausgeschlossen sind. Ein Beispiel: Ein Wildschwein dringt ins Haus ein und beschädigt Böden und Türen. Ohne unbenannte Gefahren wäre das nicht versichert.

BESONDERS WICHTIG

Warum die Elementar­schaden­versicherung so wichtig ist

Starkregen und Überschwemmungen haben in den letzten Jahren massiv zugenommen. Allein das Hochwasser im Ahrtal 2021 hat gezeigt, wie schnell Existenzen bedroht sein können. Trotzdem sind viele Wohngebäude in Deutschland nicht gegen Elementarschäden versichert.

Die Standardversicherung deckt Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel ab. Überschwemmung, Rückstau oder Erdrutsch gehören nicht dazu. Diese Risiken lassen sich nur über den zusätzlichen Baustein Elementarschäden absichern.

Ob Ihr Gebäude in einer gefährdeten Zone liegt, spielt für die grundsätzliche Versicherbarkeit eine Rolle. Aber auch Häuser, die nicht direkt an einem Gewässer stehen, können durch Starkregen betroffen sein. Wenn Sie unsicher sind, ob Elementarschutz für Ihr Haus sinnvoll ist, klären wir das gerne mit Ihnen.

TARIFVERGLEICH

Worauf Sie beim Vergleich achten sollten

Nicht jeder Tarif bietet den gleichen Schutz. Diese vier Punkte sollten Sie vor einem Abschluss prüfen.

Versicherungssumme und Wert 1914

Die Versicherungssumme sollte dem tatsächlichen Wiederherstellungswert Ihres Gebäudes entsprechen. Viele Tarife arbeiten mit dem sogenannten Wert 1914 als Berechnungsgrundlage. Was genau dahinter steckt, erklären wir in unserem Ratgeber zum Wert 1914.

Unterversicherungsverzicht

Ein Unterversicherungsverzicht bedeutet, dass die Versicherung im Schadenfall nicht kürzt, auch wenn die Versicherungssumme zu niedrig angesetzt sein sollte. Achten Sie darauf, dass Ihr Tarif diesen Verzicht enthält.

Grobe Fahrlässigkeit

Nicht jeder Tarif verzichtet auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit. Tut er es nicht, kann die Versicherung die Leistung kürzen, wenn Ihnen eine Mitschuld am Schaden nachgewiesen wird. Ein Verzicht auf diese Einrede ist empfehlenswert.

Ableitungsrohre

Schäden an Ableitungsrohren außerhalb des Gebäudes sind ein häufiger Streitpunkt. Gute Tarife versichern diese Rohre bis zu einer bestimmten Summe mit. Prüfen Sie die Bedingungen, besonders bei älteren Gebäuden.

UNSER TIPP

Domcura Top-Schutz: Testsieger bei Stiftung Warentest

Der Tarif „Top-Schutz“ der Domcura wurde von Stiftung Warentest erneut als Testsieger im Bereich Wohngebäudeversicherungen ausgezeichnet. Für uns ist er eine der stärksten Optionen, die wir anbieten können.

Was den Tarif auszeichnet: Er schließt viele Lücken, die in Basistarifen offen bleiben. Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen sind mitversichert, Aufräum- und Abbruchkosten sind bis zu einer Million Euro abgedeckt, und Hotelkosten werden bis zu zwölf Monate übernommen, falls Ihr Haus nach einem Schaden unbewohnbar ist.

Besonders relevant für ältere Gebäude: Ableitungsrohre außerhalb des Grundstücks sind bis 20.000 Euro versichert. Liegt eine Dichtigkeitsprüfung aus den letzten zehn Jahren vor, entfällt diese Grenze. Auch Vandalismus und eine Innovationsgarantie sind enthalten.

Der Domcura Top-Schutz ist nicht für jeden die richtige Wahl, aber wenn Sie maximalen Schutz suchen, ist er schwer zu schlagen.

AUS DER PRAXIS

Schadenbeispiele

Ein Schaden am Wohngebäude kann schnell in die Zehntausende gehen. Hier einige typische Fälle aus der Praxis.

LEITUNGSWASSERSCHADEN

45.000 €

Rohrbruch im Obergeschoss

Ein unbemerkter Rohrbruch führte zur Durchnässung mehrerer Etagen. Die Versicherung übernahm die Trocknung, Sanierung und die Hotelkosten für die Bewohner, solange das Haus nicht bewohnbar war.

STURMSCHADEN

18.500 €

Baum stürzt auf Dach

Während eines Wintersturms kippte eine Buche auf das Dach eines Einfamilienhauses. Die Versicherung zahlte die Baumentfernung und die Dachreparatur innerhalb von 48 Stunden.

FEUERSCHADEN

120.000 €

Brand nach Blitzeinschlag

Ein Blitz schlug in die Dachantenne ein und löste einen Brand im Dachstuhl aus. Das Obergeschoss brannte vollständig aus. Die Versicherung übernahm den kompletten Wiederaufbau einschließlich Architektenkosten.

ELEMENTARSCHADEN

35.000 €

Keller unter Wasser nach Starkregen

Nach einem Starkregenereignis lief Wasser über den Lichtschacht in den Keller. Heizungsanlage, Elektrik und Bodenbeläge mussten ersetzt werden. Ohne Elementarschadenversicherung hätte der Eigentümer die Kosten selbst tragen müssen.

Die genannten Summen sind Beispielwerte, die sich an typischen Schadenverläufen orientieren. Der tatsächliche Schadenfall kann je nach Sachverhalt höher oder niedriger ausfallen. Eine verbindliche Deckungszusage ergibt sich ausschließlich aus den jeweiligen Versicherungsbedingungen.

IHRE FRAGEN

Häufige Fragen zur Wohn­gebäude­ver­sicherung

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen. Für eine persönliche Beratung sind wir jederzeit erreichbar.

Ist eine Wohngebäudeversicherung Pflicht?

Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht. Wenn Sie Ihre Immobilie aber über eine Bank finanzieren, verlangt die Bank in der Regel eine Wohngebäudeversicherung als Bedingung für den Kredit. Auch ohne Finanzierung ist der Abschluss dringend zu empfehlen, denn ein Brandschaden oder ein Leitungswasserschaden kann schnell sechsstellige Beträge verursachen.

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wohnfläche, Bauart, Baujahr, Lage und der gewählte Versicherungsschutz. Ein Einfamilienhaus mit Standardschutz beginnt bei vielen Gesellschaften im Bereich von 300 bis 500 Euro jährlich. Mit Elementarschutz und erweiterten Bausteinen kann der Beitrag höher liegen. Wir erstellen Ihnen gerne ein konkretes Angebot.

Der Wert 1914 ist ein fiktiver Bauwert Ihres Hauses in Preisen von 1914. Er dient als Berechnungsgrundlage für die Versicherungssumme. Über einen jährlich aktualisierten Anpassungsfaktor wird daraus der aktuelle Neubauwert errechnet. Das klingt kompliziert, ist es aber nicht. In unserem Online-Rechner können Sie Ihren Wert 1914 einfach umrechnen.

Der Versicherungsschutz beginnt zum vereinbarten Zeitpunkt unter der Voraussetzung, dass der erste Beitrag bei Erhalt der Rechnung direkt gezahlt wird.

Ja. Ob Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte, Reihenhaus oder Mehrfamilienhaus: Wir finden für jedes Gebäude den passenden Tarif. Auch gewerblich genutzte Immobilien können wir versichern.

Die Wohngebäudeversicherung schützt die Bausubstanz und fest mit dem Gebäude verbundene Teile, also Wände, Dach, Fußböden, fest eingebaute Küchen und Sanitäranlagen. Die Hausratversicherung deckt den beweglichen Besitz ab: Möbel, Elektrogeräte, Kleidung, persönliche Gegenstände. Beide Versicherungen ergänzen sich.

Während der Bauphase schützt eine Feuerrohbauversicherung Ihr Haus vor Schäden durch Brand, Blitzschlag oder Explosion. Bei vielen Gesellschaften ist dieser Schutz bereits in der Wohngebäudeversicherung enthalten und gilt bis zur Fertigstellung. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Feuerrohbauversicherung.

Melden Sie den Schaden so schnell wie möglich. Machen Sie Fotos, bevor Sie aufräumen, und verhindern Sie weitere Schäden, zum Beispiel durch Abdecken beschädigter Stellen. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns per WhatsApp. Wir kümmern uns um die Meldung bei der Versicherung und begleiten Sie durch den gesamten Prozess.

Für selbst bewohnte Immobilien ist die Wohngebäudeversicherung in der Regel nicht steuerlich absetzbar. Vermieten Sie Ihre Immobilie, können Sie die Beiträge als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend machen. Für Details sprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater.

Lassen Sie sich persönlich beraten

Ob telefonisch, per WhatsApp oder vor Ort in Homburg: Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.

SO ERREICHEN SIE UNS

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