News
19. September 2025
Noch im vergangenen Jahr sorgte eine Analyse des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für Aufsehen, der zufolge die Vollkaskoschäden von E-Autos 2020–2022 im Schnitt um knapp ein Viertel kostspieliger als die von Verbrennerfahrzeugen waren. Dem gegenüber stand eine um 15 bis 20 Prozent geringere Schadenhäufigkeit der Elektromobile. Neueste Zahlen des GDV belegen nun, dass die Unterschiede in beiden Kategorien kleiner werden.
So lag die durchschnittliche Schadenhöhe bei E-Autos im Zeitraum 2021–2023 nur noch um ein knappes Fünftel über derjenigen von Verbrennern. Die Zahl der E-Auto-Vollkaskofälle unterschritt die Verbrenner-Vergleichszahl um 10 bis 15 Prozent.
„Je mehr Elektroautos auf der Straße unterwegs sind, desto weniger unterscheiden sich ihre Schadenbilanzen von vergleichbaren Autos mit Verbrennungsmotoren“, ordnet die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach die jüngsten Ergebnisse ein.
„Elektroautos kommen zunehmend im Alltag an: Eine breitere Modellpalette erreicht einen größeren Kundenkreis, zudem haben Werkstätten, Abschleppunternehmen, Feuerwehren und Gutachter inzwischen mehr Erfahrungen mit beschädigten Elektroautos. Mit dieser neuen Normalität verringern sich aktuell auch die anfänglich beobachteten Besonderheiten in den Schadenbilanzen.“
Das ifo Institut befragte im Juni knapp 900 Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer nach ihrer Altersversorgung. Dabei traten erneut bedenkliche Defizite zutage: 32 Prozent der Umfrageteilnehmer attestieren sich selbst eine unzureichende Ruhestandsvorsorge. Weitere 22 Prozent geben sich unsicher bezüglich ihrer Perspektiven. Lediglich 46 Prozent sehen sich gut gerüstet für den letzten Lebensabschnitt. Für den Kapitalaufbau sind Wertpapiere, Investmentfonds und Sachwertanlagen wie Immobilien bei den Befragten am beliebtesten, gefolgt von versicherungsbasierten Vorsorgeprodukten.
Selbstständige bilden in Sachen Altersvorsorge seit jeher eine „Problemgruppe“. Eine gesetzliche Verpflichtung, etwas fürs Alter zurückzulegen, gibt es für sie nicht – wird aber in regelmäßigen Abständen in Berlin diskutiert. Auch im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung findet sie sich, allerdings in entschärfter Form: Zur Altersvorsorge verpflichtet werden sollen nur jene, die neu in die Selbstständigkeit starten.
9. September 2025
in Allgemein
Eine aktuelle Auswertung der Unfallforschung der Versicherer (UDV) offenbart ein unterentwickeltes Gefahrenbewusstsein junger Fahrer hinsichtlich Alkohol am Steuer. 2023 verursachten 18- bis 24-Jährige 1.287 Unfälle mit Personenschaden, bei denen Alkohol im Spiel war; 18 Menschen fanden dabei den Tod, 372 wurden schwer verletzt. Damit ist diese Altersgruppe überrepräsentiert. Insgesamt ist das Unfallrisiko der Kohorte 21 bis 24 Jahre etwa doppelt so hoch wie bei Fahrern mittleren Alters, das der noch jüngeren Fahrer sogar dreieinhalbmal so hoch.
„Junge Fahrende überschätzen sich häufiger selbst, sind risikogeneigter und weniger fahrerfahren. Auch bestehen Wissenslücken zum Alkoholabbau und Restalkohol“, erklärt die UDV Leiterin Kirstin Zeidler. Die UDV fordert, den Umgang mit der Frage „Darf und sollte ich trotz Alkoholkonsum noch fahren?“ – bekannt als „Trink-Fahr-Konflikt“ – in der Fahrausbildung zu trainieren. Überdies seien mehr polizeiliche Kontrollen sinnvoll. Das heute für bis zu 20-jährige Fahrer geltende totale Alkoholverbot am Steuer sollte nach Meinung der UDV auf alle unter 25 jährigen ausgedehnt werden. So werde alkoholfreies Fahren tiefer verinnerlicht.
29. August 2025
Nicht nur die jüngeren Generationen erwarten heutzutage eine weitgehend digitale Kommunikation, auch im Austausch mit Versicherungsgesellschaften. Wie aber können die häufig sensiblen Informationen auf die Empfängergeräte gebracht werden? Messengerdienste wie WhatsApp haben ebenso wie E-Mails im Hinblick auf Datenschutz und Zuverlässigkeit eklatante
Nachteile. Um sie zu umgehen, tüftelt die Versicherungsbranche in Kooperation mit mehreren Banken an einer innovativen Lösung: DICOMPAY (digital communication payment) soll es ermöglichen, Versicherungsdokumente wie Zahlungsanforderungen direkt im Onlinebanking bereitzustellen – also dort, wo ohnehin die Finanzen verwaltet werden.
Bereits Ende 2023 wurde eine Prototyp-Lösung aufgesetzt, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Seither wird das System weiterentwickelt. Ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest, zunächst sollen weitere Funktionen implementiert und getestet sowie mehr Bankenpartner ins Boot geholt werden. DICOMPAY soll die Kommunikation und Zahlungsvorgänge nicht nur komfortabler und schneller machen, sondern auch Papier und Versandkosten einsparen.
21. August 2025
Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, ist der Anteil digitaler Abschlüsse am Neugeschäft 2024 erneut um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Mit nunmehr 22 Prozent spiegelt er jedoch wider, dass die meisten Versicherungen einer kundigen, individuellen Beratung bedürfen, wie Vergleichsprogramme,
versicherereigene Abschlussstrecken oder Apps sie nicht bieten können.
Digitalisierungs-Spitzenreiter ist die Kfz-Versicherung, in der 29 Prozent der Abschlüsse ohne persönliche Beratung erfolgten. Über dem Durchschnitt rangieren auch Krankenzusatz- und Auslandsreisekrankenpolicen, die 2024 zu 27 Prozent digital vereinbart wurden. In der privaten Sach-, Unfall- und Haftpflichtversicherung dagegen beträgt der Wert 17 Prozent. Weit darunter liegen noch Lebensversicherungen, von denen lediglich 3 Prozent ohne den qualifizierten Rat von Vermittlern oder Vertretern abgeschlossen wurden.
15. August 2025
in Immobilien
Der energetische Zustand eines Gebäudes wird immer wichtiger für den Verkaufswert. Wie das Finanzmagazin procontra berichtet, beträgt der Aufschlag bei Wohnungen der Energieeffizienzklassen A und A+ gegenüber den Klassen D und E bereits heute im Schnitt rund 650 Euro pro Quadratmeter. Nach Beobachtungen einer großen Bausparkasse lässt sich der
Immobilienwert durch eine energetische Sanierung um bis zu 25 Prozent steigern.
Der Hauptgrund dafür liegt in den langfristig geringeren Betriebskosten energieeffizienter Gebäude – ein Vorteil, der in den kommenden Jahren noch zunehmen wird: Die CO2-Abgabe, die 2021 noch bei 25 Euro pro ausgestoßene Tonne lag und derzeit 55 Euro beträgt, wird sich voraussichtlich auch im nächsten Jahr erneut deutlich verteuern.
Um in eine höhere Energieeffizienzklasse aufzusteigen, empfiehlt die Förderbank KfW den Einbau von Wärmepumpen oder Biomasseheizungen oder den Anschluss an zukunftsfähige Wärmenetze. Auch Photovoltaikanlagen können kräftig auf die Energiebilanz eines Hauses einzahlen.