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News

16. November 2022

Da die Kosten für Bauleistungen und -materialien Jahr für Jahr steigen – und somit auch die für Instandsetzungen –, sind Wohngebäude im Regelfall zum sogenannten gleitenden Neuwert versichert. Das bedeutet, dass die Versicherungssumme der Preisentwicklung angepasst wird, damit keine Unterversicherung entsteht. Die kann nämlich dazu führen, dass Kunden einen großen Teil eines Schadens selbst tragen müssen. Im Gleichschritt mit der Versicherungssumme werden auch die Beiträge angehoben.


Für die bereits von den Energiekosten gebeutelten Immobilienbesitzer wird es nun aufgrund der ebenfalls immens gestiegenen Preise für Material und Bauleistungen noch ungemütlicher: Der „Anpassungsfaktor in der Wohngebäudeversicherung zum gleitenden Neuwert“ – im Durchschnitt der letzten 10 Jahre rund 3 Prozent – springt 2023 auf fast 15 Prozent. Berechnet wird er auf Basis des Tariflohnindex für das Baugewerbe und des Baupreisindex für Wohngebäude, beide herausgegeben vom Statistischen Bundesamt.


Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), räumt ein, dass die happigen Prämienerhöhungen viele Hausbesitzer „hart treffen“ dürften: „Sie sind aber notwendig, damit ein Haus auch künftig ausreichend versichert ist und existenzielle Risiken abgewendet werden können.“

8. November 2022

Die Zahl der hierzulande gestohlenen Pkw lag im vergangenen Jahr erstmals unter der Marke von 10.000. Während es in den 1990er-Jahren noch circa 100.000 Diebstähle gab, wurden 2021 von den Versicherern nur noch 9.805 registriert. Für die erfreuliche Entwicklung sind vor allem bessere Sicherheitstechnik und stärkerer behördlicher Druck durch Grenzkontrollen und
Strafverfolgung verantwortlich. Der wirtschaftliche Schaden bleibt indes beträchtlich: Durchschnittlich erstatteten die Versicherer 2021 pro Tag mehr als eine halbe Million Euro für gestohlene Autos, das entspricht über 19.000 Euro pro Schadensfall.

Auf der Wunschliste der Diebe stehen SUVs ganz oben: Neun der zehn begehrtesten Modellreihen gehören zu diesem Fahrzeugsegment. So verwundert es nicht, dass Land Rover – mit drei Modellen in den „Top Ten“ vertreten – der diebstahlträchtigste Hersteller ist. Den Negativ-Spitzenplatz unter den Modellen hat indes der Kia Stinger mit einer Diebstahlquote von 1,2 Prozent (bezogen auf die kaskoversicherten Fahrzeuge) inne. Von deutschen Herstellern findet sich nur ein Modell unter den meistgestohlenen Autos: Der BMW X6 rangiert mit einer Quote von 0,56 Prozent auf Platz acht.

27. Oktober 2022

Etwa jeder vierte Berufstätige muss aus gesundheitlichen Gründen schon vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Wie eine aktuelle Auswertung eines großen Lebensversicherers zeigt, steigt der Anteil psychischer Leiden an den Auslösern einer Berufsunfähigkeit (BU) weiter an. 2020 waren es noch 41 Prozent, die wegen Depressionen, Burn-out oder vergleichbarer Erkrankungen vor dem Rentenalter ihren Beruf aufgeben mussten. 2021 stieg dieser Wert auf 45 Prozent.

Auf gut 15 Prozent kommen Geschwülste wie Krebserkrankungen, danach folgen mit 12 Prozent Erkrankungen des Bewegungsapparats, die in früheren Zeiten BU-Hauptauslöser waren. Erstmals wurden auch BU-Fälle infolge einer Corona-Erkrankung anerkannt, sie machen 0,6 Prozent aus.

Noch immer hat nur eine Minderheit der Arbeitnehmer die eigene Arbeitskraft privat abgesichert, obwohl die gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente den wenigsten Menschen zum Leben reicht. Eine BU-Police leistet bis zum vereinbarten Endalter (meist nahe Rentenalter) eine monatliche Rente, die wesentlich zum Erhalt des Lebensstandards beitragen kann.

21. Oktober 2022

Mit 137 Millionen Euro leisteten die Versicherer in Deutschland 2021 fast drei Mal so viel für Schäden durch Hackerangriffe wie noch 2020. Die Zahl der regulierten Schadensfälle stieg dagegen vergleichsweise moderat um 56 Prozent auf fast 3.700. Wie sich daraus entnehmen lässt, geht die Explosion der Schadenssumme nur zum Teil auf die derzeit rasant steigende Zahl von Cyberversicherungen zurück. Im Wesentlichen sind gravierendere Attacken verantwortlich.

In der Folge machten die Cyberversicherer im letzten Jahr durchschnittlich erstmals ein Minus. Auf jeden vereinnahmten Beitrags-Euro kamen 1,24 Euro an Kosten. Diese bestehen neben den Schadensaufwendungen noch aus Rückstellungen für Vorjahresschäden sowie aus den Abschluss- und Verwaltungskosten.

Wie volatil die Gefahrenlage ist, zeigt sich darin, dass im ersten Halbjahr dieses Jahres deutlich weniger Cyberschäden gemeldet wurden. Stetig aufwärts verläuft die Kurve dagegen bei den Cyberpolicen, von denen die Versicherer mittlerweile mehr als eine Viertelmillion in ihren Beständen haben.

13. Oktober 2022

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die neuen Regionalklassen veröffentlicht, die mit über die Beitragshöhe in der Kfz-Versicherung entscheiden. Gegenüber dem bisherigen Standard wurde eine Differenzierung vorgenommen: In der Kfz-Haftpflichtversicherung reichte es zuvor für die niedrigste und damit preisgünstigste Regionalklasse, wenn die Schäden einer Region 15 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt lagen. Nun sind annähernd 22 Prozent erforderlich, womit diese Klasse von 55 auf 24 Bezirke schrumpft. Noch kleiner wird die höchste Regionalklasse: Hier sind nun rund 30 statt 20 Prozent Plus gegenüber dem Bundesschnitt gefragt; von den 19 Regionen mit der Maximal-Einstufung bleiben in der Folge nur Berlin und Offenbach übrig.

Am riskantesten fährt es sich generell in den Großstädten, was angesichts der dortigen Verkehrsdichte kaum überrascht. So übertreffen die Kfz-Haftpflichtschäden in Berlin den Bundesdurchschnitt um satte 40 Prozent. Bis zum 30. November ist noch ein Wechsel des Kfz-Versicherers möglich.

5. Oktober 2022

Vor allem die Sturmserie aus „Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ im Februar macht dieses Jahr erneut zu einem überdurchschnittlich schadenträchtigen. Die Versicherer regulierten in dem Zusammenhang Schäden von 1,4 Milliarden Euro und damit fast die Hälfte der rund 3 Milliarden Euro, die im ersten Halbjahr insgesamt auf das Konto von Naturgefahren gingen. Das unselige Trio rangiert auf Platz drei der verheerendsten Winterstürme in Deutschland seit der Jahrtausendwende. Nur „Jeanett“ (2002) mit 1,5 Milliarden und „Kyrill“ (2007) mit 3,65 Milliarden Euro richteten schwerere Schäden an.

Der langjährige Durchschnitt für Sturm- und Hagelschäden an Gebäuden, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben in einem ersten Halbjahr liegt bei rund einer Milliarde Euro. 2022 waren es 2,5 Milliarden Euro, zuzüglich rund einer halben Milliarde Euro an Kfz-Schäden – auch dies ein überdurchschnittlicher Wert.

Nicht erfasst sind allerdings die vielen nicht versicherten Schäden – insbesondere beim Elementarschutz von Gebäuden und Hausrat bestehen in Deutschland große Schutzlücken.

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